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Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21 Schule

Verfasst am: 12.01.2018

Möglichkeiten, sich für Umwelt- und Klimaschutz sowie ein faires Miteinander zu engagieren, gibt es viele. Besonders lohnt sich dieser Aufwand, wenn sich daran möglichst viele beteiligen und die Botschaften dadurch vor allem die junge Generation erreichen. Denn sie sind die Hoffnungsträger, die unsere Welt nachhaltig verändern können. Dies war die Motivation für die FOSBOS Neuburg, die Nachhaltigkeit im Sinne der Agenda 21 bereits vor mehreren Jahren im Schulprofil verankerte. „Nachhaltigkeit sucht den Ausgleich zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Interessen mit Rücksicht auf nachfolgende Generationen -  und genau das vermitteln wir unseren Schülern“, beschreibt FOSBOS-Qualitätsbeauftrage Anja Heßlinger die im Leitbild der Schule verankerten Werte. Um dies umzusetzen, macht sich die Neuburger Schule stark für ein verantwortungsvolles Handeln für Umwelt und Gesundheit.

Für ihr Engagement in diesem Bereich wurde die FOSBOS Neuburg nun als „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21 Schule“ ausgezeichnet, ein von der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung seit über 10 Jahren für besondere Leistungen von Schulen im Rahmen der Entwicklung von Nachhaltigkeitsprozessen ausgelobter Titel. In diesem Jahr überreichte ihn die Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz Ulrike Scharf  im Korbinian-Aigner-Gymnasium in Erding an insgesamt 111 Schulen. Sie lobte ausdrücklich die eingereichten Projekte der Neuburger Schule und zeichnete die FOSBOS mit 3 Sternen aus – der höchst möglichen Bewertung. Anja Heßlinger und Cornelia Euringer-Klose durften diese hohe Auszeichnung von ihr entgegennehmen.

Besondere Aufmerksamkeit erfuhr ein eingereichtes Projekt, das alle Aspekte der Agenda 21 berücksichtigte und im vergangenen Sommer hohe Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erreichte. Am „Tag der Agenda 21“ wurde in der Schule die Idee der Agenda 21 einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Dazu setzten sich Schüler ein ganzes Schuljahr lang mit diesen Werten auseinander und erarbeiteten unzählige Aktionen: Neben allgemeinen Informationen zur Agenda 21 wurde gezeigt, wie man Müll vermeiden oder verwerten kann, oder was es mit dem CO2 und Klimaschutz auf sich hat. Wer Lust hatte, konnte seinen eigenen CO2-Fußabdruck berechnen oder sich mit einem Klimabotschafter unterhalten. Auch zum Energiesparen gab es einige interessante Aktionen, man konnte Biokosmetik selbst herstellen, defekte Dinge reparieren statt wegwerfen und viel über nachhaltiges Einkaufen und die Verbesserung der Lebensbedingungen aller Menschen erfahren.

Leuchtturmcharakter hat nach Meinung der Juroren ein weiteres Projekt – die von SchülerInnen der FOSBOS unter dem Aspekt „Ökosysteme, Umwelt, Klima und begrenzten Ressourcen“ erarbeiteten Unterrichtskonzepte. Daraus entstanden Unterrichtsstunden zum Thema „Wasser“, „Wald“ und „Artenschutz“, die abschließend an der Grundschule Ost und der Staatlichen Wirtschaftsschule Neuburg gehalten wurden. Die jungen SchülerInnen der Grund- und Wirtschaftsschule wurden so spielerisch für Fragen des Umwelt- und Artenschutzes sensibilisiert.

Hauptorganisatorin Cornelia Euringer-Klose sieht den großen Erfolg als Ansporn für weitere erfolgreiche Maßnahmen zur Agenda 21 an der Schule. „Wir freuen uns, dass wir in diesem Schuljahr so viel erreichen konnten und wünschen uns, dass die SchülerInnen zukünftig achtsam mit der Natur umgehen – ganz im Sinne der Bewahrung unserer Umwelt für kommende Generationen.“  Schließlich sind es oft nicht die großen Dinge, die die Welt verbessern, aber jeder, der auch nur einen kleinen Teil seiner Gewohnheiten ändert, kann damit ganz viel bewegen.