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Umweltschule in Europa und Internationale Agenda 21 Schule

Verfasst am: 08.11.2016

Bereits zum zweiten Mal darf sich die Staatliche Fach- und Berufsoberschule Neuburg „Umweltschule in Europa und Internationale Agenda 21 Schule“ nennen – ein Titel, den die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung seit 10 Jahren für besondere Leistungen von Schulen im Rahmen der Entwicklung von Nachhaltigkeitsprozessen verleiht. Schulen, die sich um diese Auszeichnung bewerben, bearbeiten Themen zum Energiesparen, Klimaschutz, nachhaltigem Konsum, gesunder Ernährung oder der Förderung der sozialen Gemeinschaft.

Für die herausragenden Projekte der Fach- und Berufsoberschule Neuburg durften Anja Heßlinger und Cornelia Euringer-Klose diese hohe Auszeichnung entgegennehmen. Im Rahmen einer Festveranstaltung im Oberbayerischen Dorfen wurden die Auszeichnungen von Ulrike Scharf, Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz überreicht, die das große Engagement der Bayerischen Schulen bei diesem Wettbewerb hervorhob.

Besondere Anerkennung bei der Jury erfuhr das Integrationsprojekt „Auch Du kannst etwas tun“, das Anja Heßlinger mit Schülern der Fach- und Berufsoberschule steuerte. Ziel dieses ganzjährigen Projektes war es, Vorurteile abzubauen, Kontakte zwischen in- und ausländischen Jugendlichen zu fördern und durch sinnvolle Freizeitgestaltung die Integration von ausländischen Jugendlichen zu erleichtern.

Dies wurde in vielen einzelnen Aktionen wie zum Beispiel einer Hausaufgabenbetreuung, Unterstützung beim Deutschlernen, der Organisation eines Mädchentages oder gemeinsamem Skaten in Rahmen eines Skateboardkurses erreicht. Besonders engagiert waren die Schüler der 13. Klasse beim Drehen von Imagefilmen. Diese zeigen, mit welchen einfachen Dingen man Zuwanderern helfen kann, sich in Deutschland wohl zu fühlen und zu integrieren. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion wurde die Flüchtlingsproblematik mit Regionalpolitikern und Schulleitern des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen öffentlich diskutiert.

Ein Projekt im Bereich Umweltschutz reichte die Schule mit einer Mountainbiketour durch das Altmühltal ein. Markus Misslbeck zeigte mit seinen Seminaristen, dass Mountainbiker nicht nur fahrtechnisches Können auszeichnet, sondern auch ihr Verhalten gegenüber der Natur. Schließlich sollen keine Spuren hinterlassen werden, Wildtiere und Pflanzenbewuchs ungestört bleiben und andere Wegenutzer nicht beeinträchtigt werden, um das Ökosystem Wald trotz sportlicher Aktivität zu schützen. Zusätzlich kann durch das umweltfreundliche Anreisen z.B. mit der Bahn unter Vermeidung weiter Strecken der Ausstoß von klimaschädlichem CO2 deutlich reduziert werden.

„Das alles sind tolle einzelne Maßnahmen, eine Entwicklung ist aber erst dann nachhaltig, wenn die drei Aspekte Soziales, Ökonomie und Ökologie in Einklang gebracht werden“, bringt Cornelia Euringer-Klose den Gedanken der 1992 in Rio de Janeiro geborenen Agenda 21 auf den Punkt. Ganz in diesem Sinne wird die Fach-und Berufsoberschule Neuburg im kommenden Schuljahr ihre Aktivitäten im Bereich Nachhaltige Entwicklung zusammenführen und weiter ausbauen. „Auf jeden Fall werden wir an diesem Wettbewerb wieder teilnehmen“, blickt Anja Heßlinger auf das neue Schuljahr. „Wir freuen uns auf die neuen Ideen“, da sind sich die Agenda-Initiatoren an der Fach- und Berufsoberschule einig.