Same, same but different

04.06.2019 07:02

Same, same but different –  Das Motto unseres Erasmus+ Projekts, ein durch die EU gefördertes Integrationsprojekt in Kooperation mit den Partnerschulen: IISS. „F.D‘ AGUIRRE“, SALEMI.“DANTE ALIGHIERI“, PARTANNA, Italien und Peder Skrivares skola enhet 4, Schweden.

Am 7.04.2019 reisten sieben Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Frau Aunkofer und Frau Hilpert nach Palermo, Italien. Beim Zwischenstopp in Rom lernten wir bereits die schwedischen Schüler, die alle Flüchtlinge waren und die Lehrer kennen. Am Flughafen in Palermo wurden beide Schulen bereits vom Busfahrer erwartet. Wir hatten noch eine einstündige Autofahrt nach Partanna vor uns. Unsere Unterkunft war das schöne Esperidi Park Hotel Castelvetrano Selinunte. Alle waren müde und erschöpft von der langen Anreise, besonders die Schweden. Deshalb verlegten wir das weitere Kennenlernen auf den nächsten Tag. Angekommen im Hotel, bekamen alle Ihre Zimmerschlüssel und gingen direkt schlafen um am nächsten Tag fit zu sein.

Das Programm begann um 10:00 Uhr am Montag, den 8.04.2019. Wir wurden vom unserem Busfahrer am Hotel abgeholt und zur italienischen Schule gefahren. Dort gab es einen herzlichen Empfang. Zuerst führten uns die italienischen Schüler einen Tanz vor, sangen mehrere Begrüßungslieder und stellten sich mit Hilfe von witzigen Videos, uns vor. Anschließend stellte sich die Schwedische Schule vor, sowie auch wir. Nach einer Begrüßung durch die italienische Schulleitung, präsentierte ein Flüchtling sein selbstgeschriebenes Gedicht „Safe, Peace and Humanity“. Der Workshop begann dann nach der Mittagspause. Wir Schüler wurden in Gruppen aufgeteilt, bestehend aus italienischen, deutschen und schwedischen Schülern. Gemeinsam sollten wir uns mithilfe einer PowerPoint Präsentation, einem Comic oder einem Animationsvideo mit der Flüchtlingssituation auseinandersetzen. Wie zum Beispiel welche Fragen man einem gerade in Sizilien angekommenen Flüchtling stellen könnte. Oder welche Möglichkeiten es gibt um die Flüchtling in die Gesellschaft zu integrieren? Nachdem der Workshop beendet wurde, erhielten wir noch eine kleine Stadttour durch Partanna. Zum Abschluss des Tages gingen wir gemeinsam mit der schwedischen Gruppe Abendessen, natürlich Pizza.

Am Dienstag den 9.04.2019 ging es bei uns schon um 8:15 Uhr los. Nach einer langen, aber auch witzigen Autofahrt, kamen wir in Palermo, der Hautstadt von Sizilien an. Neben der schönen Landschaft wie auch der schönen Architektur, fiel uns von allem der einzigartige Fahrstil der Italiener auf. Wir machten eine kleine Rundfahrt durch die Stadt, in der uns Mrs. Gracia Mendolia viel über die Stadt erzählte. Unser Ziel war der „Normannenpalast“, im ältesten Teil der Stadt. Neben einer Ausstellung hinterließ vor allem die schöne mosaikbesetzte Palastkapelle, die auch heute noch für Messen oder andere Veranstaltungen, wie Hochzeiten, benutzt wird, einen positiven Eindruck. Wir besuchten ebenfalls die schöne Kathedrale von Palermo, bei der wir gemeinsam zur Mittag aßen. Auch die Touristenmeile in Palermo haben wir besucht. Nachdem wir noch ein paar Stunden die Stadt alleine erkunden durften, trafen wir uns alle am Platz vor dem großen Opernhaus in Palermo und machten das erste Mal einen Ausflug an die sizilianische Küste.

Am Mittwoch, den 10.04.2019 fuhren wir zum Segesta Tempel. Dieser wurde auf einem Hügel außerhalb der Stadt errichtet. Er ist einer der am besten erhaltenen dorischen Tempeln, Zudem zählt er zu den größten Tempeln in Europa. Anschließend fuhren wir in die Stadt Trapani und besichtigten dort das Pepoli Museum, mit den Reichtümer Graf Agostino Pepoli. Nach dem Museumsbesuch fuhren wir in die wunderschöne Stadt Erice. Diese Stadt liegt etwa 15 km nordöstlich von Trapani auf einem Berg, dem Monte Erice. Dort leben nur wenige hundert Einwohner, wird aber dafür von vielen Tausenden Touristen wegen der einzigartigen Aussicht besucht. Zum Abendessen gingen wir alle, das heißt die Schweden, die Italiener sowie wir Deutschen zusammen in das La massara gibellina Restaurant zum gemeinsamen Essen.

Der Donnerstag, der 11.04.2019 hat für uns schon sehr früh begonnen. Zunächst mit der Anfahrt an die italienische Schule, an der wir unsere selbst erstellten Comics vorstellen durften. Danach besuchten uns einige Flüchtlinge. Diese waren erst seit einigen Tagen in Sizilien angekommen und hatten eine schwere Flucht aus ihren Heimatländern hinter sich. Diese stellten sich zuerst vor. Zusammen mit den Neuankömmlingen und den Schülern der sizilianischen Schule durften wir uns ein Video ansehen in dem es darum ging wie Integration schon vor vielen Jahren aussah. Einer der Flüchtlinge durfte uns einen Brief vorlesen, den damals ein italienischer Flüchtling, an seine Mutter schrieb als er seine Heimat verlassen musste. Dieser Brief war so emotional, dass Vielen Tränen kamen. Der Brief übermittelte uns die verschiedensten Emotionen die ein Mensch hat, wenn er in ein völlig fremdes Land reist, ohne jegliche Kenntnis von der Sprache oder der Kultur. Viele können sich solch eine Situation nicht vorstellen, bzw. wie schwer diese Lage für einen sein muss. Danach durfte jeder, der wollte ein Wort auf einen Ballon schreiben, welches die Gefühle des Schülers beschreiben konnte. So hatten wir verschiedene Ballons mit vielen Emotionen, diese ließen wir dann alle zusammen steigen, um dadurch unseren Gefühlen freien Lauf zu lassen.  Im Anschluss liefen wir noch ein wenig durch die Stadt und aßen dann zusammen mit den Schülern der schwedischen Schule zu Mittag. Da diese auch am Freitag sehr früh schon abreisen mussten, war dies auch die letzte Aktivität an diesem Tag und wir fuhren anschließend zurück ins Hotel. Dort haben noch einige Schüler und Lehrer im Wellness-Bereich den Abend ausklingen lassen. Beim Abendessen reflektierten wir in einen kleinen Rückblick die Woche. Jeder durfte, die seiner Meinung nach, schönstes und das schlimmstes Erlebnis erzählen. Danach verabschiedeten wir uns von den Schweden.

Nachdem die Schweden schon in der Nacht abreisten, begann der Freitag nur noch für uns Deutsche in Sizilien. Wir fuhren nach Selinunte um uns dort eine archäologische griechische Ausgrabungsstätte und das dazugehörige Museum anzusehen. Danach ging es weiter in Richtung Strand, jedoch nicht ohne kurzen Zwischenstopp in einem kleinen Restaurant mit tollem Meerblick und zu unserer Überraschung deutschsprachigen Kellnern zu machen. Wir verbrachten unseren letzten Tag an einem schönen Strand und genießten unsere letzten Stunden in Sizilien, bevor wir uns dann den nächsten Tag auf den Weg nach Hause machten.
Autoren: Tassnim und Ajah Omarin, Nuria Fischer (12Wb) und Laura Wagner (11Wa)