Praktikum in Spanien

Wir, Niklas, Johannes und Martina aus der damaligen 11Ta, durften im Juni 2017 drei Wochen in Córdoba, Spanien verbringen. Diese Reise unternahmen wir zusammen mit unserem Spanisch Lehrer, Herr Leubner, der uns seit Jahresanfang auf die Reise vorbereitet hatte, indem er uns pro Woche eine Doppelstunde in Spanisch unterrichtete. Im Nachhinein hätten wir das noch ernster nehmen sollen, da etwas mehr Spanischkenntnisse durchaus nützlich gewesen wären.

Der Hauptgrund für diesen Trip war das Praktikum bei der Firma Rahi Instalaciones Eléctricas. Dort war ein dreiwöchiges Praktikum geplant, was jedoch durch ein Problem mit den Verträgen auf sechs Tage gekürzt wurde. In den Tagen zuvor haben wir das Praktikum dann in der Sekundarschule Maimónides absolviert, in der auch Herr Leubner unterrichtet hat. Dieses hatte große Ähnlichkeiten mit dem Elektrotechnik Praktikum unserer FOS. In der Sekundarschule hatten wir dann von 9:30 Uhr bis ca. 14:00 Uhr Aufgaben bekommen, wie das Bauen eines Stromkreises mit Selbsterhaltung und Sternschaltung, das Verschmelzen von Glasfasern oder das Installieren einer Sprechanlage.

Die Lehrer dort waren alle sehr nett und zuvorkommend und wir bekamen eine Stadtrundführung durch Córdoba von einer Lehrerin und ihrem Schwager. An dem ersten Freitag bekamen wir frei, um uns die schöne Stadt Sevilla anzusehen. Aufgrund der Zeit an der Schule wurden wir dann auch auf die Schulabschlussfeier und das darauffolgende Essen eingeladen, was beides sehr schön und lecker war.

Nachdem mit den Verträgen alles geklärt war, durften wir sechs Tage in der Elektro Firma Rahi verbringen. Dort waren auch alle sehr nett und freundlich. Zwei Schüler sind zusammen mit anderen Arbeitern auf den Rohbau eines großen Hotels gefahren und haben dort Arbeiten wie Steckdosen und Lichtschalter installieren, Glasfaser verschmelzen und Kabel verlegen erledigt. Eine Schülerin ist mit einem Fachmann zu einzelnen Häusern, Firmen, etc. gefahren, wo es oft Probleme mit der Sicherung, kaputte Lampen oder auch komplizierter Fehler gab. Da sie aber lieber etwas mitarbeiten wollte, dem Fachmann aber nur wenig helfen konnte, wurde mit der Firma geredet und sie durfte ohne Probleme die letzten Tage zu den zwei anderen Schülern auf den Rohbau und dieselben Arbeiten wie diese verrichten. Am Tag haben wir alle immer sieben Stunden gearbeitet und wurden danach in die Nähe unseres Apartments gefahren.

Untergebracht waren wir in einem Apartment in der Altstadt, La Magdalena. Die Wohnung selber war ausreichend ausgestattet, mit allem was für das Überleben in diesen drei Wochen nötig war und der Inhaber sehr zuvorkommend und freundlich. Mit Lebensmitteln haben wir uns selbst versorgt, doch dank der vielen Supermärkte in der Nähe war dies gar kein Problem. Alle Wege, egal ob zur Sekundarschule, zum Busbahnhof oder zum Essen, konnten wir dank der guten Lage zu Fuß erreichen, einzig zum Praktikum bei Rahi wurden wir in der Nähe des Apartments abgeholt, da die Firma außerhalb der Innenstadt im Industriegebiet war.

An den Wochenenden und den freien Freitagen haben wir die großen Städte Sevilla, Granada, Málaga und die Ruinenstadt von Córdoba besucht. Wir hatten freie Hand was wir unternehmen oder anschauen wollten, doch meistens sind wir zusammen mit Herrn Leubner in verschiedene Städte gefahren, dort aber sind wir unabhängig von ihm herumgelaufen und haben besichtigt was unser Interesse geweckt hat. Die Spanier sind sehr nett, deshalb war es gar kein Problem nach dem Weg oder Auskünften zu fragen und so haben wir uns gut zu Recht gefunden und immer alles erreicht, was wir sehen wollten.

Im Nachhinein sind wir alle sehr froh, dass wir diese Reise angetreten haben, denn wir haben sehr viele neue Dinge gelernt, schöne Orte gesehen und neue Eindrücke gewonnen. Keiner bereut den Aufwand des Spanischunterrichts, denn es hat sich auf jeden Fall gelohnt und wir würden es jederzeit wieder machen.

 

Martina, Johannes und Niklas